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Das Wasserkino
ist – wie das Schattenspiel- ein Kino des Augenblicks.
Es produziert Bilder die nicht wiederholbar sind,
denn das Abbild jeder Bewegung ist immer nur gerade jetzt und daher einmalig, wie die Bewegungen des Wassers selbst.
Die Bewegungen des Wassers bilden sich durch Licht und Schatten auf einer Fläche ab und erzeugen dort die räumliche Illusion des Films.
Das Prinzip
Eine runde Tasse (Durchmesser 80cm) ist ca 1cm hoch mit Wasser gefüllt.
Diese Tasse kann von einer Konsole aus mittels Seilzügen leicht bewegt werden.
Das Licht eines eigens dafür entwickelten Scheinwerfers trifft auf die bewegte Wasseroberfläche und wird von dort auf eine Projektionsfläche reflektiert:
Es erscheint ein feines bis in die kleinste Runzel detailgetreues Abbild der Wasseroberfläche. Durch Licht und Schatten entsteht der Eindruck von räumlicher Tiefe, wie etwa beim Betrachten des nächtlichen, mondbeschienenen Meeres.
Nur ein Tropfen
Zwischen den Steuerhebeln der Konsole befindet sich ein Druckknopf. Betätigt man diesen, fällt ein einziger Tropfen in das „nächtliche Meer“ der Tasse und löst darin eine lautlose Eruption von erstaunlicher Heftigkeit aus: Das Kino zeigt Wasserschleier, die vom Zentrum des Einschlags blitzartig auseinander stieben und Serien von ringförmigen Flutwellen, die sich zur Peripherie hin ausbreiten.
Kleine Ursachen können große Wirkungen haben!
Siehe auch: Musikalisches Wasserkino
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